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Rega fliegt Patienten trotz schlechter Sicht mitten in der Nacht ins Inselspital


Aktuelles der Rega vom 14.06.2016

Rega fliegt Patienten trotz schlechter Sicht mitten in der Nacht ins Inselspital

Gestern Nacht flog Rega 3 einen Patienten wegen eines medizinischen Notfalls vom Flugplatz Les Eplatures, NE ins Berner Inselspital. Der dringende Einsatz wurde nur durch den Einsatz von Instrumentenflugverfahren, genaue Flugwetterdaten und die schnelle Verfgbarkeit des Flugplatzbetreibers ermglicht. Aufgrund des schlechten Wetters war ein Sichtflug nicht durchfhrbar. Der erfolgreiche Rettungsflug besttigt die Rega in ihrer Vision: Retten bei jedem Wetter.


Gestern Nacht gegen 21 Uhr startete die Crew von Rega 3 von der Einsatzbasis Bern. Ein männlicher Patient sollte wegen eines medizinischen Notfalls am Flugplatz Les Eplatures, NE von der Ambulanz in den Helikopter umgeladen und auf dem schnellsten Weg ins Berner Inselspital geflogen werden. Während der Übernahme des Patienten durch die Rega-Crew verschlechterte sich jedoch das Wetter, so dass ein Weiterflug nach Sicht nicht mehr möglich war.   

Genaue Flugwetterdaten machen es möglich 

Die von der Rega gebaute Wetterstation auf dem Berner Inselspital lieferte die aktuellen Wetterdaten direkt ins Cockpit von Rega 3. Den Daten zufolge ermöglichte das Wetter am Zielort eine Landung. So entschied der Pilot, das Inselspital im Instrumentenflugverfahren (IFR) anzufliegen. Dank der schnellen Verfügbarkeit des Flugplatzbetreibers von Les Eplatures, der diesen ausserhalb der Betriebszeiten öffnete und den IFR-Flug von Rega 3 bei der Flugverkehrskontrolle anmeldete, konnte der Patient auf dem schnellsten Weg ins Inselspital geflogen werden.

Ein entscheidender Sicherheitsgewinn

Dank satellitengestützter Navigation soll es in Zukunft möglich sein, Flüge nach Instrumentenflugverfahren unabhängig von fixen Installationen am Boden durchzuführen. Um solche Flüge zu ermöglichen, wurde das Projekt GNSS Low Flight Network (LFN) ins Leben gerufen. Die Rega arbeitet zusammen mit der Schweizer Luftwaffe und der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide an der Ausarbeitung dieses Netzwerks und der Implementierung der entsprechenden Anflugverfahren. Wie auf einer Autobahn soll der Helikopter in Zukunft bei schlechter Sicht einer im Bordrechner gespeicherten Flugroute nachfliegen können - ein entscheidender Sicherheitsgewinn. Diese IFR-Flugrouten sollen Flughäfen, Flugplätze und insbesondere auch Spitäler miteinander verbinden. Bisher kann erst das Berner Inselspital mittels satellitengestützter Verfahren angeflogen werden.

Rega-Mediendienst
Harald Schreiber
 

 

 

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