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Im Jet zurück in die Heimat

Auf der ganzen Welt steht die Rega für Patienten in Not im Einsatz. Erfahren Sie im folgenden Video, wie Ihnen die Rega im Ausland hilft. Lesen Sie im Text weiter unten, wie eine Repatriierung im Rega-Ambulanzjet aus dem Ausland abläuft.

Unfall im Ausland – die Rega hilft weiter

Das Ehepaar M. mietet in den Ferien auf Korfu einen Motorroller. In einer Kurve verlieren sie die Kontrolle über ihr Gefährt und stürzen. Herr M. hat nur Schürfungen, aber seine Frau blutet am Kopf und klagt über starke Rückenschmerzen. Sie wird in die Notaufnahme einer Klinik gebracht.

Mobiltelefon mit gewählter Nummer +41 333 333 333Der Arzt zeigt ihnen auf dem Röntgenbild einen gebrochenen Rückenwirbel. Er spricht nur wenig Englisch und das Ehepaar versteht nicht, ob eine Lähmung droht. Herr M. hat den Rega-Gönnerausweis dabei und kontaktiert über die Alarmnummer +41 333 333 333 die Einsatzzentrale der Rega.

Einsatzleiterin Sabine Zahn notiert die Patientendaten und informiert sich über die medizinische Versorgung auf Korfu und über das entsprechende Spital. Sie fragt nach dem Namen des behandelnden Arztes, nimmt Unfallursache und Diagnose auf und klärt ab, wie die Rückreise geplant war. Dann informiert sie Herrn M., dass die Beratungsärztin der Rega den Arzt vor Ort kontaktieren wird, um die medizinische Situation zu besprechen.

  • Die Einsatzleiterin

    Sabine Zahn Sabine Zahn wurde "on the job" für ihre Aufgabe als Einsatzleiterin Repatriierung ausgebildet. Die gelernte Tourismusfachfrau hat gute Sprach- und Geographiekenntnisse und viel Organisationstalent. Von eigenen Reisen weiss sie, dass Offenheit und Einfühlungsvermögen helfen, auch für ungewöhnliche Probleme Lösungen zu finden. Sie schätzt die Vorteile der unregelmässigen Arbeitszeiten und es macht ihr Spass, gleichzeitig mit Air Mauritius einen Patiententransport zu koordinieren, das Spital auf Kreta über die Ankunftszeit der Ambulanz zu informieren und für den Rega-Arzt ein Hotelzimmer in Bangkok zu reservieren. Auch holt sie die Überflugsbewilligung für Botswana ein, fragt den Flughafen Belgrad für eine Landung nach 23 Uhr an und bespricht mit der Jet-Crew den bevorstehenden Nachteinsatz. 
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    Einsatzplanung – hier ist Teamwork gefragt

    Da die schweren Verletzungen von Frau M. in Korfu nur ungenügend versorgt werden können, hat Beratungsärztin Dr. Annina Gerber nach dem Gespräch mit dem behandelnden Arzt die Indikation „liegender Transport mit Arzt und Pflegefachperson“ gestellt. Das bedeutet im konkreten Fall: Rücktransport mit dem Rega-Ambulanzjet.

    Beim 'Briefing' bespricht die Crew die Details des EinsatzesZusammen mit dem Dispatcher Markus Burri berechnet die Einsatzleiterin nun den Flugplan und bietet Piloten, Flugarzt sowie Pflegefachperson auf. Für den Transport zum Flughafen organisiert sie ein Ambulanzfahrzeug auf Korfu und holt die nötigen Flug- und Landebewilligungen sowie allfällige Visa ein.

    Ausserdem informiert sie Spital, Patientin und Angehörige über den Ablauf des Transports. Vor dem Start des Ambulanzjets Richtung Korfu bespricht sie mit der Crew beim Briefing die Flugdetails und bleibt während dem Einsatz in ständigem Kontakt mit ihnen.

  • Die Beratungsärztin

    Annina Gerber Nach ihrer medizinischen Ausbildung in Anästhesie und Innerer Medizin kam Dr. Annina Gerber zunächst als Flugärztin zur Rega, wo sie während knapp zwei Jahren Repatriierungseinsätze flog. Nach ihrem Mutterschaftsurlaub erwies sich der Wiedereinstieg ins Berufsleben als Beratungsärztin in einem Teilzeitpensum als ideal. Sie liebt es, mit Ärztinnen und Ärzten verschiedenster Fachrichtungen in der ganzen Welt in Kontakt zu treten und den Patienten mit Rat und Tat bei Seite zu stehen, und dabei dennoch genügend Zeit mit ihrer kleinen Tochter verbringen zu können.
  • Der Dispatcher

    Markus Burri Als Dispatcher ist Markus Burri für die operationelle Flugplanung zuständig und das Bindeglied zwischen Einsatzleitung und Piloten. Mit Hilfe von detaillierten Informationen über Luftstrassen, Anflugverfahren und Flughäfen rund um den Globus sowie aktuellen Wetterprognosen und Treibstoffpreisen erarbeitet er optimale Flugrouten und plant falls notwendig Zwischenlandungen zum Auftanken ein. Er unterstützt die Einsatzleitung in der Beschaffung von Überflug- und Landebewilligungen, bereitet die notwendigen Dokumente für die Piloten vor und versorgt die Crew während dem Einsatz mit aktuellsten Informationen.
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    Gut versorgt zurück in die Heimat

    Der Ambulanzjet fliegt vom Rega-Center am Flughafen Zürich nach Korfu, wo der Rega-Flugarzt Dr. André Keisker und die Pflegefachfrau Christine Wagner die Patientin im Spital abholen. Sie stellen sicher, dass sie transportfähig ist, schliessen die nötigen Überwachungsgeräte an und lagern sie fachgerecht auf einer Vakuummatratze.
     
    Über die Rampe wird die Patientin in den Rega-Ambulanzjet geschobenMit der Ambulanz geht es zurück zum Flugzeug. Copilot Marc Welti hat inzwischen das Flugzeug auftanken lassen und den Weiterflug vorbereitet. Frau M. wird an Bord gebracht und auf die Flugzeugbahre umgelagert. Die medizinische Ausrüstung an Bord des Ambulanzjets erlaubt eine lückenlose Überwachung und Therapie.

    Herr M. findet ebenfalls Platz an Bord und kann seine Frau auf dem Flug begleiten. Zurück in der Schweiz wird Frau M. mit dem Ambulanzfahrzeug ins Spital gefahren und an das vorinformierte medizinische Personal übergeben. Anschliessend wird der Ambulanzjet von Jetmechaniker Albert Hertaeg wieder für den nächsten Einsatz klar gemacht.

  • Der Jetpilot

    Marc Welti Marc Welti hat 2001 die Berufspilotenlizenz erworben. Seit 2008 ist er Copilot bei der Rega. Er schätzt es, im kleinen Team zu arbeiten. Jeder Tag und jeder Einsatz verläuft anders und erfordert eine routinierte und gleichzeitig spontane Arbeitsweise. Die unregelmässigen Arbeitszeiten verlangen auch privat viel Flexibilität. Als Arztgehilfin hat seine Frau dafür Verständnis. Einen persönlichen Bezug zur Medizin erlebt Marc Welti auch beim Ein- und Auslad von Patienten, wo jede Hand gebraucht wird. Er erfährt die Schicksale der Patienten sehr nah und wahrt trotzdem professionelle Distanz.
  • Der Flugarzt

    André Keisker Dr. André Keisker war schon als Kind von der Fliegerei begeistert. Nach seinem Medizinstudium, welches er in Fribourg und Bern absolvierte, arbeitete er unter anderem über eineinhalb Jahre am Fliegerärztlichen Institut (FAI). Sein grosses Wissen in der Kinderheilkunde ermöglicht es ihm, auch schwierige Verlegungen von Neugeborenen und Kindern fachlich kompetent zu meistern. Er trägt während des Fluges die volle medizinische Verantwortung und arbeitet eng mit der Pflegefachperson zusammen. Seit er bei der Rega tätig ist, hat er durch die unregelmässigen Arbeitszeiten zu seiner grossen Freude vermehrt die Möglichkeit, sich um Familie und Haus zu kümmern.
  • Die Intensivpflegefachfrau

    Christine Wagner Auf dem Wasser, in der Luft und am Boden! Überall hat Christine Wagner schon gearbeitet. Nach einem Job als Pflegefachfrau auf einem Schiff hat sie vor über 20 Jahren bei der Rega angefangen und zeitweise die Gelegenheit gehabt, im bodengebundenen Rettungsdienst tätig zu sein. Noch immer ist sie von ihrer abwechslungsreichen Tätigkeit begeistert. Sogar in ihrer Freizeit kann sie das Fliegen nicht lassen: Neben anderen sportlichen Betätigungen ist sie eine sehr erfahrene Fallschirmspringerin! Bei den vielen internationalen Einsätzen kann sie ihre Kenntnisse in fünf Sprachen bestens einsetzen.
  • Der Luftfahrzeugmechaniker

    Albert Hertaeg Albert Hertaeg ist als Chef eines Teams von drei lizenzierten Jetmechanikern dafür verantwortlich, dass die Rega-Ambulanzjets jederzeit startklar sind. Um die strengen Wartungsvorschriften von Behörden und Flugzeugherstellern einzuhalten, braucht es eine präzise Arbeitsweise. Sehr gute Kenntnisse der verschiedenen Systeme, der Triebwerke, aber auch in Elektrik, Avionik, EDV und Englisch sind notwendig. Selbstverständlich gelten im Hangar auch strenge Hygienevorschriften. Bei technischen Defekten und für besondere Einsätze, beispielsweise für Patienten im Rollstuhl oder mit Rettungshunden, muss der Jet jederzeit schnell repariert oder umgebaut werden, so dass Albert Hertaeg auch Pikettdienste leisten muss.

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