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Such- und Rettungsdienst (SAR)

Helikopter der Rega und der Schweizer Luftwaffe vor dem Aufbruch zu einem nächtlichen Suchflug

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein (FL) betreiben einen gemeinsamen Such- und Rettungsdienst für Luftfahrzeuge, Hochseeschiffe und -jachten. Dieser Such- und Rettungsdienst (Search and Rescue - SAR) wird vom Bundesamt für Zivilluftfahrt und dem Schweizerischen Seeschifffahrtsamt (SSA) beaufsichtigt.

Werden in der Schweiz/FL registrierte Luftfahrzeuge, Hochseeschiffe oder -jachten als vermisst gemeldet, geht ein Notruf im Rettungs-Koordinationszentrum RCC Zürich (Rescue Coordination Center) ein. Dieses ist rund um die Uhr erreichbar.

Logo Cospas-SarsatDie meisten Luftfahrzeuge, Hochseeschiffe und -jachten sind zudem mit einem speziellen Notsender (ELT, EPIRB, PLB) ausgerüstet, der im Notfall teilweise automatisch ein SOS-Signal aussendet. Empfangen Satelliten (Cospas-Sarsat) oder überfliegende Flugzeuge diesen Notruf, teilen sie ihn dem RCC mit. Gilt ein ausländisches Luftfahrzeug als vermisst, das sich im Schweizerischen Luftraum befinden könnte, wird ebenfalls das RCC Zürich kontaktiert.

Von den jährlich rund 600 Alarmen, die im RCC Zürich eingehen, sind rund 98 Prozent Fehlalarme - ausgelöst durch Unaufmerksamkeit oder Vergesslichkeit von Piloten, Kapitänen oder Unterhaltspersonal. Die Hauptaufgabe der Spezialisten im RCC Zürich besteht darin, echte Alarme von Fehlalarmen zu unterscheiden. Dank einer grossen Datenbank mit vielen nationalen und internationalen Kontakten können Fehlalarme meist rasch erkannt werden. Deuten alle Anzeichen darauf hin, dass innerhalb der Schweiz/FL ein Notfall vorliegt, bietet das RCC Zürich die Schweizerische Luftwaffe auf und unterstützt diese laufend mit neuen Erkenntnissen.

Die Luftwaffe führt Suchflüge mit einem speziell ausgerüsteten Super Puma Helikopter durch, der täglich 24 Stunden für SAR Einsätze bereitsteht. Weitere Partner, wie das BAKOM, Flugplatzleiter, Flugsicherung, Kantonspolizei, Alpine Rettung Schweiz und zivile Helikopter, können je nach Situation in die Suche einbezogen werden. Befindet sich auf hoher See ein in der Schweiz/FL registriertes Schiff in Seenot, unterstützt das RCC Zürich das zuständige ausländische RCC mit Angaben zu Schiff und Besatzung. Das RCC Zürich leitet keine Such- und Rettungsaktionen im Ausland.

Die Arbeitsabläufe im RCC Zürich basieren auf den Vorgaben von:

  • der International Civil Aviation Organisation (ICAO), Annex 12
  • der IMO (International Maritime Organisation), IAMSAR Manual
  • Cospas-Sarsat (MCC Toulouse)
  • den Aufsichtsstellen BAZL und SSA

Weitere Informationen (in englischer Sprache) unter: www.swiss-sar.ch
RCC Zürich, Telefon +41 44 654 35 38, ops@rega.ch.

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