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Rega rettet Bergsteiger am Grand Muveran


Medienmitteilung der Rega vom 20.03.2016

Mit der Rettungswinde konnte der Bergsteiger aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Mit der Rettungswinde konnte der Bergsteiger aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Am Samstagnachmittag rettete die Rega in Zusammenarbeit mit drei Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC in einer spektakulren und mehrstndigen Rettungsaktion einen Bergsteiger aus der steilen Nordwand des Grand Muveran (VD). Der 23-jhrige wurde mit einer leichten Unterkhlung ins nchste geeignete Spital geflogen.


Der Bergsteiger befand sich alleine im extrem steilen Aufstieg auf der Nordseite ca. 80 Höhenmeter unter dem 3050 Meter hohen Gipfel des Grand Muveran, als er aufgrund eines akuten Erschöpfungszustandes nicht mehr weiter aufsteigen konnte. Mit der Rega-App löste er über sein Smartphone kurz vor 15 Uhr Alarm aus. Die von der App an die Rega-Einsatzzentrale übermittelten Koordinaten seines Standortes wiesen auf eine sehr exponierte Lage hin. Deshalb bot der Einsatzleiter einen „Rettungsspezialist Helikopter" (RSH) des SAC auf. Der Rega-Helikopter aus Zweisimmen nahm diesen auf dem Weg zum Einsatzort auf.

Drei Bergretter des Schweizer Alpen-Club SAC im Einsatz

Die Situation vor Ort gestaltete sich als heikel: Eine direkte Rettung aus der Wand mittels Rettungswinde war nicht möglich, da der Abwind des Helikopters den Mann, der sich ungesichert in der steilen Wand befand, womöglich in Gefahr gebracht hätte. Aus diesem Grund entschieden die Retter, den RSH auf dem Gipfel abzusetzen sowie zwei weitere Bergretter des SAC und zusätzliches Material auf den Gipfel zu fliegen. Von dort konnte dann ein Bergretter in die Steilwand abgeseilt werden und den Mann sichern, so dass er von der Rega-Crew an der Rettungswinde zum Zwischenlandeplatz ausgeflogen werden konnte. Mit einer leichten Unterkühlung wurde er daraufhin gegen 17:30 Uhr ins nächste geeignete Spital geflogen.

1‘500 Rettungseinsätze seit der Einführung der Rega-App

Eine Million Mal wurde die Rega-App seit ihrer Einführung vor vier Jahren bereits heruntergeladen. Im Ernstfall hat sie sich inzwischen bei mehr als 1‘500 Einsätzen bewiesen - und ist damit aus dem Rettungsalltag nicht mehr wegzudenken. Die Übermittlung der exakten Koordinaten des Alarmierenden spart im Notfall wichtige Zeit. Nach einem Alarm via Rega-App sieht der Einsatzleiter auf seinem Bildschirm nicht nur den Standort des Alarmierenden, sondern erhält wichtige Zusatzinformationen wie zum Beispiel der Batteriezustand des Handy-Akkus oder Informationen zum Alarmierenden.

Rega-Mediendienst
Adrian Schindler


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