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Partner-News #1 | Oktober 2017


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Im Einsatz am Rothorn

Dank einer Stafette zum Ziel

Bei jedem Rettungseinsatz stellt sich die Frage, wie dem Patienten am besten geholfen werden kann. Dabei spielt nebst der Erstversorgung auch der Transport in ein passendes Zielspital eine wichtige Rolle. Die Disposition muss bei der Entscheidung über die Einsatzmittel zahlreiche Faktoren abwägen. Nebst der medizinischen Ausgangslage sprechen oft das Wetter sowie die Topographie eher für das eine oder andere Mittel. In gewissen Fällen hilft dem Patienten eine Kombination am besten: Ein Teilstück am Boden, ein Teilstück in der Luft – eine Stafette.

Trotz aktuellen Wetterdaten und modernem Kartenmaterial entscheidet sich oft erst im Anflug, ob ein Ort mit einem Helikopter direkt erreicht werden kann, oder nicht. Liegt der Einsatzort in einer Region mit vielen Kabeln, tobt der Föhn durch die Täler oder hüllt dichter Nebel den Patienten ein, kann die schnelle medizinische Hilfe nicht direkt mit dem Helikopter erfolgen. In solchen Situationen spielen oft Partnerorganisationen eine zentrale Rolle. Situativ bringen sie die Rega-Mediziner auf dem zweiten Teilstück mit verschiedensten Einsatzmitteln wie Ambulanzen, Booten, Pistenfahrzeugen etc. vom sicheren Landeplatz zu den Patienten.

Aber auch eine Stafette im umgekehrten Sinn ist möglich: Wenn die Situation am Berg eine Rettung mit dem Helikopter zwar zulässt, aber das Zielspital im Nebel liegt. In diesem Fall kann der Patient durch die Rega bis zu einem geeigneten Landeplatz knapp ausserhalb des Nebels gebracht und dort für das zweite Teilstück an das bodengebundene Rettungsteam übergeben werden.

Notfall am Radüner Rothorn

Ein eindrückliches Beispiel einer Stafette spielte sich im März 2016 in Graubünden ab. Am rund 3000 Meter hohen Radüner Rothorn musste die Evakuation von drei Skitourenfahrern mit dem Helikopter aufgrund des nächtlichen Schneetreibens abgebrochen werden. In der Folge wurden vier Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) mit dem Heli bis zur Wolkengrenze am Berg transportiert. Von dort stiegen sie mit Skiern und bepackt mit Rettungsmaterial bei Dunkelheit zu den drei Alpinisten hoch. Da deren Aufenthaltsort nicht genau bekannt war, nahm der Aufstieg mehrere Stunden in Anspruch. Die Nacht verbrachten alle zusammen in einem durch die Retter erstellten Biwak. Geplant war eine gemeinsame Abfahrt bei Tageslicht. Am nächsten Morgen klarte das Wetter kurz auf, wodurch immerhin die drei Tourenfahrer mit dem Helikopter ausgeflogen werden konnten. Die vier Retter mussten selbständig auf ihren Skiern zu Tal fahren.

Die Rega-Einsatzzentrale funktioniert auch als zentrales Wetterdatencenter. Strategisch optimal positionierte Wetterstationen und Webcams liefern landesweit aktuelle Wetterdaten. Diese ermöglichen eine erste Einschätzung, ob die vorherrschenden Wetterbedingungen einen Einsatz mit dem Helikopter grundsätzlich zulassen könnten oder nicht. Das regionale Wetter und damit zusammenhängende Gefahren sind zudem Themen beim Morgenbriefing auf der Rega-Basis.

 


Bildschirme Einsatzleitsystem

Einsatzleitung digital

Digitale Kommunikation ist aus dem Alltag der Rettungsorganisationen nicht mehr wegzudenken. Sie ist mittlerweile Teil der gesamten Alarmkette: Patienten nutzen digitale Geräte für die Alarmierung, wo Smartphones bei der Lokalisation gute Dienste leisten. Für die Alarmierung der Einsatzmittel wird unter anderem ein Einsatzauftrag per E-Mail an die Crew geschickt. Einmal unterwegs, melden die Fahr- bzw. Flugzeuge ihre Einsatzstatus sowie die Position über ein Funksignal an die Einsatzzentralen zurück. Am Einsatzort erfolgt die Verständigung unter den Rettungsorganisationen via Digitalfunk. Schliesslich wird der Patient elektronisch, teilweise inklusive Daten der medizinischen Geräte, direkt vom Einsatzort im Zielspital angemeldet.

Weniger Zeitverlust, weniger Fehlerpotential

Wo uns die Digitalisierung im Rettungswesen hinführen wird, wissen wir nicht. Ein nächster Schritt ist aber bereits erkennbar: Die schnelle und einfache Datenübermittlung zwischen den Einsatzzentralen. Selbst dann, wenn diese nicht dasselbe Einsatzleitsystem nutzen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ruft beispielsweise ein Hilfesuchender bei der Rega an, obwohl er eine Ambulanz rufen wollte, können die bereits entgegen genommenen Einsatzdaten per Mausklick an die „richtige“ Zentrale übermittelt werden. Die Daten werden im empfangenden Leitsystem in die korrekten Datenfelder geschrieben. Das mühsame und fehlerbehaftete Abschreiben oder Diktieren der Informationen entfällt. Zudem wird der Zeitverlust bei der Einsatzübergabe von Zentrale A zu Zentrale B deutlich minimiert, zugunsten der Patienten.

Die Helikopter-Einsatzzentrale der Rega betreibt bereits mit einigen Sanitätsnotrufzentralen im nahen Ausland einen solchen elektronischen Austausch der Einsatzdaten: DRK Freiburg im Breisgau (D), DRK Lörrach (D), DRK Waldshut (D), DRK Friedrichshafen (D) sowie DRK Villingen (D). Die digitale Zusammenarbeit mit weiteren Zentralen in der Schweiz ist beabsichtigt.


Der neue Helikopter H125

Airbus Helicopters H125

Der Airbus Helicopters H125 wird seit Anfang 2017 zu Trainings- und Ausbildungszwecken eingesetzt. Rega-Nachwuchspiloten sollen damit speziell im Gebirgs- und Unterlastflug geschult werden. So verfügt der H125 beispielsweise über ein digitales Cockpit, welches sich eng an jenes des Gebirgshelikopters Da Vinci anlehnt und die Jungpiloten auf die spätere Einsatzmaschine vorbereitet. Weiter ist beabsichtigt, den neuen Helikopter für die Ausbildung der Einsatzpartner zu verwenden.


Transporttrage für übergewichtige Patienten

Schwerlasttrage

Die in unseren Helikoptern verwendeten Transporttragen sind bis zu einem maximalen Patientengewicht von 150 kg zugelassen. Für schwerere Personen hat die Rega zwei sogenannte Wide Stretcher beschafft und die beiden Einsatzbasen Bern und Zürich damit ausgestattet. Damit können nun Personen bis 400 kg sicher auf dem Luftweg transportiert werden.

 


Symbolbild Einsatzpartner

Kontakt zur Rega Crew via Polycom

Frage eines Einsatzpartners: Kann die Rega Crew nach der Landung des Helikopters über Polycom kontaktiert werden?

Antwort der Rega-IT: Ja, jede Rega Crew hat im Helikopter ein Polycom Handfunkgerät TPH700. Dieses Gerät ist nebst dem Kanal Direct Mode (DMO) D481 auch mit Polycom-Gruppen für die Zusammenarbeit mit Einsatzpartnern bestückt. Die Gruppen ermöglichen folgende Kommunikation:

Auf G010, G011, G012 und G013 mit allen Geräten im gleichen Kanton
Auf G610, G611, G612 und G613 mit den Geräten Gesundheitswesen im gleichen Kanton

 

Grundsätze zum Polycom Rega:

  • Im Flug kann nur via DMO D481 und „auf Sicht“ kommuniziert werden
  • Am Boden können zusätzlich oben genannte Gruppen für die Zusammenarbeit verwendet werden
  • Die im jeweiligen Einsatz zu verwendende Gruppe muss vorgängig an die Einsatzleitung der Rega mitgeteilt werden

 


Symbolbild Kontakt

Kontakt

Wir möchten unseren Einsatzpartnern die Kommunikation mit der Rega erleichtern. Für sämtliche Fragen und Anliegen stehen für unsere Einsatzpartner neu zwei Kanäle rund um die Uhr zur Verfügung:

+41 44 654 38 02
feedback@rega.ch

Wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik - generell oder spezifisch zu Einsätzen - und beantworten dazu gerne Ihre Fragen. Die Kontakte helfen Ihnen auch weiter, wenn Sie eine Einsatzbasis besichtigen oder zusammen mit der Rega trainieren möchten.

Nach wie vor dürfen Sie auch direkt eine Einsatzbasis kontaktieren. Ansprechperson wäre in diesem Fall der jeweilige Basisleiter.


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