Für die Notärztin zeigt sich der Wandel in der Helikopterkabine. «Notfallversorgung in der Kabine ist anspruchsvoll. Zusätzliche Bewegungsfreiheit und eine optimierte Anordnung von Material und Geräten tragen zu mehr Sicherheit und höherer Behand- lungsqualität bei. Die Versorgung mit besserem Zugang zu den Atemwegen, das Legen eines Venenzugangs oder der Einsatz von Ultraschall sind noch einfacher möglich.»
Auch kleinere Faktoren haben medizinisch eine grosse Wirkung: «Weniger Vibrationen, weniger Lärm und verbesserte Heizungsmöglichkeiten bedeuten für die Crew und für die Patientinnen und Patienten mehr Komfort.» Neu ist auch die Möglichkeit, die medizinische Erstversorgung geschützt im Helikopter am Boden oder in der Luft durchzuführen. «Mit dem Da Vinci fand vieles draussen statt – bei Kälte, Wind oder Schnee.»
Prädestiniert ist der H145 D3 auch für intensivmedizinisch betreute Patientinnen und Patienten oder für frühgeborene Babys im Transportinkubator.
«Auch wir Notärztinnen und Notärzte wurden gut auf diesen Wechsel vorbereitet. Im Februar absolvierten wir eine theoretische Umschulung, danach folgten drei intensive Tage auf der Basis Locarno», sagt Brunello. So wurden Routineabläufe beim Ein- und Aussteigen sowie Einsätze mit der Rettungswinde geübt.
Der neue Helikopter bringt auch Umgewöhnung mit sich: «Die neue Kabinenkonfiguration trennt Kabine und Cockpit etwas stärker. Kommunikation und Teamarbeit bleiben gleich – trotzdem ist es etwas anders als bisher.»
Mit Blick nach vorne sagt die Notärztin: «Ich freue mich auf die kommenden Einsätze. Teil dieses Wandels zu sein, macht mich stolz.»