«Die Präzisionsarbeit, die Komplexität der Technik und die Verantwortung – das gefiel mir auf Anhieb, als ich als Helikoptermechanikerin schnupperte. Seit September 2025 bin ich bei der Rega, und die Arbeit macht mir sehr viel Freude. Um die Weiterbildung absolvieren zu können, bin ich von Uri nach Zürich gezügelt, was ein grosser Schritt für mich war.
Die Ausbildung zur Helikoptermechanikerin ist eine Zweitausbildung, die eine abgeschlossene Lehre voraussetzt – etwa als Automobilmechatronikerin, Poly- oder Landmaschinenmechanikerin. Neben der praktischen Ausbildung bei der Rega gibt es einen theoretischen Teil. Er besteht aus neun Modulen und wird in Englisch durchgeführt. In den Modulen geht es beispielsweise um Flugrecht, Elektronik oder Aerodynamik. Die Ausbildung dauert drei Jahre, und wir Auszubildende führen alle ein persönliches Arbeitsbuch. Darin sind alle Arbeiten aufgeführt, die wir erledigt haben müssen, um am Ende der Ausbildung die Lizenz zu erhalten.
Ich arbeite gerne sehr exakt – ein Muss, wenn man diesen Beruf erlernt. Noch arbeite ich nicht komplett selbstständig und werde von einem Supervisor begleitet. Er unterstützt mich, wenn ich Fragen habe, oder weist mich auf Besonderheiten bei einer Arbeit hin. Wie bei allen anderen Mitarbeitenden auch, wird meine Arbeit stets überprüft. Das dient der Sicherheit. Es ist wichtig, Fehler einzugestehen. Lieber kontrolliert man eine Arbeit nochmals, um sicher zu gehen, dass man alles richtig gemacht hat. Wir sind 25 Helikoptermechaniker und fünf Auszubildende. Ich finde es toll, in einem grossen Team mitwirken zu können, und meine Kollegen nehmen sich Zeit für mich, um mir das Handwerk zu zeigen.
Auch die Auszubildenden können an verschiedenen Systemen hantieren, beispielsweise an einem Triebwerk, an der Rettungswinde oder am Heckrotor. Das macht es sehr vielseitig. Kürzlich durfte ich das erste Mal die Rotorblätter vom Helikopter abmontieren. Ganz besonders freue ich mich, wenn ich dann einmal eine Arbeit am Getriebe oder am Triebwerk ausführen kann – also am Herzstück des Helikopters. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man an einem so modernen Helikopter arbeiten kann! Und ich bin auch stolz darauf, mit meiner Arbeit dazu beizutragen, dass Menschen geholfen werden und die Crew gut gewartete Maschinen fliegen kann.
Den Ausgleich zu meiner Arbeit finde ich in der Natur, ob beim Klettern oder im Sommer beim Baden im Urnersee.»