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Detailaufnahme des roten Rumpfes eines Rega-Rettungshelikopters mit dem weissen Rega-Schriftzug und der Nummer 1414.

Fragen und Antworten zum neuen Rega-Hauptsitz in Sarnen

Auf dieser Seite finden Sie Fragen und Antworten zum Projekt der Rega für einen neuen Hauptsitz in Sarnen.

Nein. Die Rega wird in Kägiswil keine Einsatzbasis, sondern den Hauptsitz mit Helikopter-Instandhaltungsbetrieb, Verwaltung und nationaler Luftrettungszentrale bauen. Der Instandhaltungsbetrieb ist quasi die «Garage», wo der geplante «Service» für alle Rega-Helikopter stattfinden wird. Die dafür nötigen, sogenannten Werkflüge finden von Montag bis Freitag zu Bürozeiten statt. Ausnahmen gäbe es bei Überflügen im Rahmen von unvorhergesehenen Wartungsereignissen, die dringend ausgeführt werden müssen, um die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung aus der Luft für die Schweizer Bevölkerung sicherzustellen. 

Kägiswil bietet aus mehreren Gründen optimale Voraussetzungen: 

  • Es handelt sich um ein bestehendes Flugfeld, das im Sachplan Infrastruktur des Bundes eingetragen ist, für welches bereits heute 1000 Helikopterflüge bewilligt sind und im Rahmen eines Umnutzungsverfahren in ein ziviles Helikopterflugfeld umgewandelt werden kann. 
  • Die Landeigentümer, die Gemeinde Sarnen und der Kanton Obwalden unterstützen das Rega-Projekt ausdrücklich. 
  • Das Gelände bietet genügend Platz für Hangar, Werkstätten und die Einsatzzentrale, ohne die Bevölkerung oder Umwelt übermässig zu belasten. 
  • Die Rega wäre Eigentümerin der Infrastruktur und würde dank einer sehr langfristigen Vertragsdauer des Baurechts langfristig Planungssicherheit für diese grosse Investition erhalten. 
  • Das Projekt erlaubt gleichzeitig eine Rückführung von Flächen in Kulturland und die Umsetzung von Hochwasserschutz- und Renaturierungsmassnahmen – ein zusätzlicher ökologischer Nutzen und eine erhöhte Lebensqualität für die Region. 

Das Rega-Projekt bringt mehrere Vorteile für den Kanton und die Region:

  • Arbeitsplätze und Wertschöpfung: Es schafft neue Stellen und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei.
  • Infrastruktur und Hochwasserschutz: Es beinhaltet wichtige Investitionen in die lokale Infrastruktur sowie in Massnahmen zum Hochwasserschutz.
  • Rückgewinnung von Kulturland: Durch den Rückbau der bestehenden Piste wird wertvolles Kulturland zurückgewonnen.

Ausbildungsplätze für die Jugend

Als anerkannter Ausbildungsbetrieb wird die Rega am neuen Standort in Kägiswil rund zehn bis zwölf Lehrstellen anbieten. Junge Menschen aus der Region können hier eine praxisnahe Ausbildung in Berufen wie Helikoptermechaniker/-mechanikerin, Kaufmann/-frau, Logistiker/ Logistikerin und Mediamatiker/Mediamatikerin in einem faszinierenden, technisch anspruchsvollen Umfeld absolvieren.

Dübendorf war in der Vergangenheit tatsächlich eine Option, welche die Rega mit Hochdruck verfolgt hat. Aber der Bund hat das Umnutzungsverfahren des Militärflugplatzes in ein ziviles Flugfeld gestoppt (siehe Medienmitteilung des Bundes von 14.10.2020).  

Selbstverständlich hat die Rega jedes Flugfeld in der Schweiz eingehend geprüft. Bei der Evaluation von Standorten spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die aviatische Infrastruktur, Platz- und Eigentumsverhältnisse, die Flexibilität für betriebliche Abläufe, die Vertragsdauer sowie die Höhe von Investitionen und Mietkosten. Als gemeinnützige Stiftung sind wir unseren Gönnerinnen und Gönnern verpflichtet, mit den Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. Kägiswil erfüllt diese Kriterien in einer Art und Weise, die uns erlaubt, Hauptsitz mit Verwaltung sowie Helikopterinstandhaltung für die nächsten Jahrzehnte sicherzustellen.  

Die Rega-Ambulanzjets und die Mitarbeitenden des Jetbetriebs bleiben am Flughafen Zürich. Im Westen des Flughafens soll eine neue Basis entstehen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Medienmitteilung.

Die Rega hat zu Beginn geprüft, ob eine gemeinsame Nutzung möglich wäre. Doch die Gespräche mit den Landeigentümern haben klar gezeigt: Deren Zustimmung für eine Umnutzung ist abhängig vom Rückbau der Piste. Landeigentümer, Gemeinde und Kanton unterstützen das Rega-Projekt unter anderem deshalb, weil für den geplanten Helikopter-Instandhaltungsbetrieb und für den Hauptsitz der Rega keine Piste benötigt wird, sondern nur einzelne Helikopterlandeplätze. Eine Mehrfachnutzung, für die weiterhin eine Piste benötigt würde und für die zusätzliches Kulturland benötigt würde, würde am fehlenden Einverständnis der Landeigentümer scheitern und der Aviatikstandort Kägiswil komplett verschwinden.

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E-Mail: mediendienst@­rega.ch (zu Bürozeiten)

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