Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Drei Malaria-Patienten repatriiert

Gestern Mittwoch hat der Rega-Ambulanzjet <<Challenger>> drei Patienten mit schwerer tropischer Malaria aus Afrika nach Europa geflogen. Die Rettungsflugwacht warnt davor, diese heimtückische Infektionskrankheit zu unterschätzen.

Immer wieder wird der ärztliche Rat missachtet, prophylaktische Malaria-Medikamente noch während vier Wochen nach Rückkehr aus einem Malaria-Gebiet einzunehmen. So kommt es, dass diese heimtückische Infektionskrankheit in vielen Fällen erst nach Verlassen des tropischen Gebietes, also zu Hause, ausbricht.

Bei zwei Patienten ist die Krankheit erst bei ihrem Aufenthalt in Kairo ausgebrochen mit Malaria infiziert hatten sie sich jedoch in Ghana, respektive Burkina Faso. Da aber das zur Behandlung lebensnotwendige Medikament Chinin in Kairo nicht verfügbar war, mussten beide notfallmässig nach Zürich repatriiert werden.
Challenger>> - das Flugzeug ist mit seinen sieben Patientenplätzen das \Flaggschiff\ der drei Rega-Ambulanzjets - befand sich zufällig gerade im Nahen Osten und wurde kurzfristig nach Kairo umgeleitet. Der Zustand des einen Patienten war so schlecht, dass er durch den Rega-Arzt bereits auf dem Flughafen von Kairo intubiert und künstlich beatmet werden musste. Noch am Mittwochabend konnten beide Patienten der medizinischen Intensivstation des Universitätsspitals Zürich übergeben werden.

Nach einer Stunde Aufenthalt in Zürich war der Jet schon wieder in der Luft - unterwegs nach Nigeria, wo der dritte Malaria-Patient dieses Tages auf die Rega-Crew wartete. Er litt an einer schweren Hirnmalaria, hatte jedoch bereits in Nigeria mit Chinin versorgt werden können. Am Donnerstagmorgen um 02:30 Uhr landete der <<Challenger>> auf dem Flughafen von Lagos, wo die Patientenübergabe stattfand. Kurze Zeit später nahm der Rega-Ambulanzjet bereits wieder Kurs Richtung Europa.

Gerade weil die Gefahr mit dem Verlassen des tropischen Gebietes nicht gebannt ist, gilt Malaria als besonders gefährlich und heimtückisch. <<Es kann noch gefährlicher werden, erst später und nicht im Malariagebiet zu erkranken, weil - wie im Fall von Kairo - die notwendigen Medikamente nicht verfügbar sind>>, erklärt Dr. Philipp Rogenmoser vom Ärztlichen Dienst der Rega. Er warnt: <<Die Gefahr ist nach der Rückkehr aus tropischen Gebieten nicht gebannt - nur eine bis zum Schluss gewissenhafte Prophylaxe kann schützen!>>