Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Schnee und Wasser: Die Rega im Wettlauf mit dem Tod

Zwei junge Männer und ein zehnjähriger Knabe sind auf der Hochwasser führenden Murg bei Matzingen (TG) mit ihrem Kanu gekentert. Für zwei von ihnen endete die Fahrt tragisch.

Sowohl die Equipen der ausgerückten Ambulanzen als auch jene der zwei alarmierten Rega-Helikopter kämpften um das Leben der drei Verunglückten. Für einen der Männer kam die Hilfe jedoch schon zu spät. Der zweite wurde nach Frauenfeld ins Spital geflogen, während der 10-jährige Knabe mit dem Heli ins Unispital Zürich gebracht wurde. Nach wenigen Stunden ist der Knabe allerdings gestorben.

Der noch reichlich auf den Bergen liegende Schnee birgt für Stitouren auch Gefahren. Die Rega konnte nur teilweise das Schlimmste verhindern.

Beim Aufstieg auf den Clariden (UR) stürzte am Montagmorgen eine Skitourengängerin über das berüchtigte <<Eiswändli>> und zog sich schwere Verletzungen zu. Sie wurde mit dem Helikopter der Rega-Basis Mollis geborgen und ins Spital Glarus geflogen.

Am frühen Morgen des Pfingstsonntags begab sich auf dem Morgenhorn im Blüemlisalpgebiet (BE) eine Berggängerin zu weit auf die Gipfelwächte hinaus. Sie stürzte rund 900 Meter auf den Gletscher ab und wurde vom mitgerissenen Schnee verschüttet. Die Crew des Berner Oberländer Rega-Helis konnte sie nur noch tot bergen.

Eine ähnliche Situation trafen die Retter der Rega-Basis Erstfeld am Montagmorgen am Schafberg im Titlisgebiet an. Beim Aufstieg stürzte ein Tourengänger samt der Gratwächte rund 600 Meter tief ab und wurde dabei getötet.