Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Philipp Tüchthuisen, Helikoptermechaniker

Damit ein Helikopter der Rega sicher und rund um die Uhr Rettungseinsätze fliegen kann, braucht es Helikoptermechaniker wie Philipp Tüchthuisen.

Auf jede Flugstunde eines Rettungshelikopters kommen drei bis fünf Stunden Instandhaltungsarbeiten im Hangar des Rega-Centers. Dort arbeitet auch Helikoptermechaniker Philipp Tüchthuisen. Jeder seiner Handgriffe wird protokolliert, die Verantwortung ist gross. «Damit muss man umgehen können, sonst hat man den falschen Beruf gewählt», sagt Tüchthuisen.

Für Fluggeräte interessiert er sich seit seiner Kindheit: «Wir wohnten in der Nähe des Flugplatzes Büchel in Rheinland-Pfalz, mein Vater hat mich an viele Flugshows mitgenommen. Flugzeuge waren täglicher Bestandteil meines Lebens.» Philipp Tüchthuisen absolvierte die Berufslehre als Fluggerätemechaniker und lernte, Kampfjets und Helikopter zu warten. Mit 19 Jahren wechselte er zur deutschen Polizeihubschrauberstaffel und vertiefte da drei Jahre lang sein Wissen in Bezug auf Helikoptertechnik.

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«Mit der grossen Verantwortung muss man umgehen können.»

Philipp Tüchthuisen

Helikoptermechaniker

Seit 2015 ist er für die Rega tätig. «Mir gefiel die Arbeit sofort. Vorher arbeitete ich an zwei Helikoptern, jetzt sind es 18. Plötzlich wechselte ich grosse Komponenten wie Triebwerke wöchentlich und nicht mehr bloss einmal pro Jahr», sagt der 27-Jährige mit leuchtenden Augen.

Die Wartung der Rega-Helikopter ist besonders intensiv, weil die Maschinen durch die zahlreichen Starts und Landungen bei Rettungseinsätzen stark belastet werden. Alle Unterhaltsarbeiten am Helikopter werden dokumentiert und mit dem Vier-Augen-Prinzip kontrolliert. Seit 2017 besitzt Philipp Tüchthuisen die Prüferlizenz: Er darf Arbeiten von Teamkollegen überprüfen und freigeben. Wie Piloten benötigen auch Helikoptermechaniker für jedes Modell eine Typenzertifizierung. Diese hat Philipp Tüchthuisen für beide Typen der Rega-Helikopter, AgustaWestland Da Vinci und Airbus Helicopters H145, erworben. «Meist haben wir mindestens zwei Rettungshelikopter da, manchmal sind es bis zu fünf. Ziel ist es, dass diese schnellstmöglich wieder einsatzbereit sind.»

Neben seiner Tätigkeit als Helikoptermechaniker gibt er sein Wissen über die Rega und seinen Beruf auch an Besucherführungen im Rega-Center weiter. «Es ist schön zu sehen, wie interessiert die Leute sind.» Und selber fliegen? Wäre das ein Traum? Lachend winkt Tüchthuisen ab: «Mir reicht das Mitfliegen bei Checkflügen. Ich fliege nicht gerne.»

Karin Zahner