Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Rund 150 Rega-Einsätze über das Auffahrtswochenende

Das schöne Wetter lockte am verlängerten Auffahrtswochenende die Menschen nach draussen. Entsprechend gefragt war die medizinische Hilfe aus der Luft: Vom Donnerstag, 21. Mai, bis Sonntag, 24. Mai 2020, stand die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega schweizweit rund 150 Mal im Einsatz.

Das schöne Wetter sorgte vor allem an Auffahrt und dem darauffolgenden Freitag für ein erhöhtes Einsatzaufkommen: Die Einsatzzentrale der Rega organisierte an diesen beiden Tagen jeweils rund 50 Einsätze. Die Rega-Crews standen häufig für verunfallte Wanderer und Freizeitsportler im Einsatz. Aber auch aufgrund von akuten Erkrankungen, Verkehrs-, Gleitschirm- und Arbeitsunfällen wurde die Rega alarmiert. 

Anspruchsvoller Einsatz für Wanderer auf der Schrattenfluh (LU)

Am Donnerstag, 21. Mai 2020, brach ein Wanderer in einem Schneefeld auf der Schrattenfluh (LU) ein. Er stürzte rund sieben Meter tief in ein Felsloch, wo er schwer verletzt liegen blieb. Seine Begleiterin alarmierte daraufhin mit der Rega-App die Einsatzzentrale. Die Crew der Basis Wilderswil rückte zusammen mit einem Bergretter des Schweizer Alpen-Club (SAC) aus. Dieser sicherte sich am Rand der Einbruchstelle und konnte so den Rega-Arzt am Seil zum Verletzten herunterlassen. Mittels anspruchsvoller Windenrettung wurde der Patient direkt aus dem Felsloch und schliesslich ins nächste Spital geflogen. 

Rettung eines vermissten Skitourengängers im Engadin

Am Freitagabend, 22. Mai 2020, wurde die Crew der Basis Samedan für die Suche nach einem Skitourengänger aufgeboten. Er war im Gebiet der Macun-Seen (GR) unterwegs und wurde von der Ehefrau als vermisst gemeldet. Parallel zur Suche mit dem Rettungshelikopter sendete die Rega-Einsatzzentrale dem Vermissten per SMS einen Link zur Standortübermittlung. Daraufhin meldete sich der Vermisste telefonisch bei der Einsatzzentrale und wurde von der Rega-Crew gefunden. Er hatte bei einem Absturz schwere Verletzungen erlitten und sich alleine zu einem Wanderweg geschleppt. Dort konnte er mittels Rettungswinde aus dem steilen Gelände evakuiert und zur weiteren medizinischen Behandlung ins Spital transportiert werden.