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Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht, zur Startseite

Die Rega-Drohne

Die neu entwickelte Rega-Drohne fliegt selbständig grossflächige Suchgebiete ab und ist mit verschiedenen Sensoren wie beispielsweise einer Wärmebildkamera ausgestattet. Sie soll künftig bei Sucheinsätzen für vermisste, verletzte oder erkrankte Personen ergänzend zum Einsatz kommen, beispielsweise wenn schlechte Sichtverhältnisse den Einsatz eines Helikopters verunmöglichen. Damit steht schon bald ein weiteres Einsatzmittel für die Suche nach Menschen in Not zur Verfügung. 

  • Operations-
    temperatur:
    -40°C bis 40°C

  • Max. Operationshöhe:
    3'000 m ü. M. 

  • Max. Ladekapazität:
    10 kg (payload)

  • Suchkapazität:
    16km² in 2h

  • Geschwindigkeit:
    80 km/h (Suchflug)
    bis max. 120 km/h

  • Start-/Landeplatz:
    10x10m

Die Rega-Drohne hat einen Rotordurchmesser von 2,8 Meter, ist 2,2 Meter lang und 75cm hoch. Sie wird von einer Zweiwellen-Turbine angetrieben, womit sie auch in grosser Höhe noch über ausreichend Leistungsreserven verfügt. Mit einem Gesamtgewicht von rund 25 Kilogramm ist sie flexibel einsetzbar.

Dank mehreren hochpräzisen, redundanten GNSS-Empfängern, die der Satellitennavigation dienen, fliegt die Rega-Drohne metergenau und selbständig auf einer vordefinierten Route. In einer Flughöhe von rund 80 bis 100 Metern über Grund folgt sie der Topografie des Geländes.

Die Drohne ist mit dem Antikollisionssystem FLARM sowie einem ADS-B Empfänger ausgerüstet, wie sie in vielen Luftfahrzeugen in der Schweiz eingebaut sind. Die FLARM-Signale werden an Bord ausgewertet. Falls notwendig, passt die Drohne automatisch den Flugweg an, um eine drohende Kollision zu vermeiden.

Die Drohne kann falls notwendig auch ohne Sichtverbindung zum Piloten im sogenannten BVLOS-Verfahren (Beyond Visual Line of Sight) betrieben werden. Hierfür ist es notwendig, dass die Verbindung zur Drohne auch ohne direkten Sichtkontakt bestehen bleibt. Im Fall der Rega-Drohne wird dies über Mobilfunk sichergestellt.

Die Signale der Wärmebildkamera und der Kamera im Sichtbereich werden mithilfe eines lernenden Algorithmus kategorisiert. Die Bildbereiche, in denen der Algorithmus aufgrund der Pixelmuster eine Person «vermutet», übermittelt die Drohne an den Operator am Boden, der diese dann manuell überprüft.

Die Rega kann im Notfall nicht nur mit einem speziell dafür ausgerüsteten Rettungshelikopter, sondern auch mit dem Drohnen-System gezielt nach dem Mobiltelefon einer vermissten Person suchen. Dies geschieht im Auftrag der zuständigen Polizeibehörde.