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Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Die Luftrettung wird professionell

An ihrer Generalversammlung vom 12. Mai in Zürich beschliessen die Aktivmitglieder des Vereins Schweizerische Rettungsflugwacht mit grosser Mehrheit die Errichtung einer Stiftung «Schweizerische Rettungsflugwacht». Diese übernimmt Aktiven und Passiven des bisherigen Vereins. Gönnerbeiträge, Legate und Spenden fliessen von nun an in diese neue Stiftung. Dr. med. h.c. Fritz Bühler wird zum Präsidenten des Stiftungsrates gewählt.

1980

23. August: In seinem 72. Lebensjahr verstirbt der Stiftungsratspräsident der Schweizerischen Rettungsflugwacht, Dr. med. h.c. Fritz Bühler, völlig unerwartet.

28. September: Über dem Flugplatz von Yverdon spielt sich die wohl spektakulärste Rega-Rettungsaktion ab: Der Schirm eines Fallschirmspringers hatte sich beim Absprung am Heckrad eines Pilatus Turbo Porter verfangen. Die Crew eines Helikopters der Rettungsflugwacht bringt das «unmögliche» Kunststück fertig, den Springer während des Fluges zu befreien. Am 20. Januar 1981 werden Pilot Andreas Haefele, Windenmann Adolf Rüfenacht und Fallschirminstruktor Pierre Jomini für diese Tat in Los Angeles (USA) als «Crew of the Year» ausgezeichnet.

1981

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) nimmt an seiner Delegiertenversammlung vom 13. Juni die Schweizerische Rettungsflugwacht als Korporativmitglied auf.

21. Oktober: Das Schweizerische Katastrophenhilfekorps, das Bundesamt für Luftschutztruppen, der Schweizerische Verein für Katastrophenhunde und die Schweizerische Rettungsflugwacht beschliessen, künftig bei Erdbebenkatastrophen gemeinsam Soforthilfe zu leisten. An einer Übung in Wangen an der Aare wird diese «Rettungskette» getestet.

1982

20. Mai: Auf dem Flughafen Zürich-Kloten trifft der neue Rega-Ambulanzjet, ein Canadair Challenger CL-600, ein. Das neue Flugzeug verfügt über eine wesentlich grössere Reichweite und mehr Platz als die bisherigen Rega-Jets.

13. Dezember: Bei einem Erdbeben in Nordjemen wird die 1981 formierte Rettungskette erstmals aktiv.

1983

13. März: Mit den Rettungswinden zweier Rega-Helikopter werden 80 Passagiere aus den steckengebliebenen Viererkabinen der Gondelbahn Scuol/Motta Naluns (Unterengadin) evakuiert.

30. Oktober: Nach dem schweren Erdbeben in der Region von Erzurum (Türkei) kommt die Rettungskette zum Einsatz. Ein Arzt des Katastrophenhilfekorps, ein Rega-Einsatzleiter sowie zwei Katastrophenhundeteams werden im Auftrag des Katastrophenhilfekorps in die Osttürkei entsandt.

1984

7. März: Der neue Rega-Jet Challenger CL-600 HB-VFW wird zu Ehren des grossen Pioniers der Schweizerischen Rettungsflugwacht auf den Namen Fritz Bühler getauft.

1. November: Die Rega bezieht an der Mainaustrasse 21 im Zürcher Seefeld neue Büroräumlichkeiten und nimmt die neue Einsatzzentrale in Betrieb.

1985

8. Juni: Die Rega weiht die neue Helikopterbasis St. Gallen in Gossau ein.

20. Juni: Die Rega chartert einen Grosshelikopter vom Typ Super-Puma für den Transport von neun Katastrophenhundeteams ins Dammbruchgebiet von Stava (Italien).

23. August: Die Rega stellt den 1'000'000. Gönnerausweis aus.

10. September: An der ETH in Zürich eröffnet Bundesrat Dr. Leon Schlumpf den von der Rega organisierten «Internationalen Luftrettungskongress Airmed 85».

1986

5. Juni: Die mexikanische Regierung zeichnet die «Brigada de Rescate de Suiza» (Rega) mit einer Urkunde aus. Dies erfolgt aus Dank für die geleistete Hilfe nach dem Erdbeben vom September 1985 in Mexico City.

17. September: Der Stiftungsrat beschliesst, die beiden Ambulanzflugzeuge des Typs Lear-Jet zu ersetzen, und zwar durch zwei BAe 125-800B.

1987

Als erste zivile Organisation der Welt rüstet die Rega alle Helikopterbasen mit Nachtsichtgeräten aus.

Die zwei neuen Ambulanzflugzeuge ersetzen die beiden Lear-35. Grössere Kabine und Reichweite ermöglichen einen besseren Dienst am Patienten.

1988

2. Juni: Bei einer Rettungsdemonstration auf dem Bielersee gerät die Alouette HB-XGU durch Bodenresonanzen ausser Kontrolle und stürzt ab. Zwei Personen werden verletzt, die Maschine wird zerstört.