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Rega – Schweizerische Rettungsflugwacht

Grosseinsätze als Herausforderung und Erfahrungsgewinn

2000

Die HAI (Helicopter Association International) ehrt zwei Rega-Helikopterpiloten: Toni Lötscher wird der Trimble Award für spezielle Verdienste in der Gebirgsfliegerei verliehen; Enzo Carlino wird für 10'000 unfallfreie Flugstunden ausgezeichnet.

1. Juni: Dr. Hannes Goetz wird zum neuen Präsidenten des Rega-Stiftungsrats gewählt.

14. Dezember: Kurt Bolliger tritt nach 16-jähriger Tätigkeit - davon acht Jahre als Vizepräsident sowie fast zwei Jahre als Präsident - aus dem Stiftungsrat der Rega zurück.

2001

17. Juni: Der Stiftungsrat beschliesst den Kauf von drei neuen Ambulanzjets Challenger CL-604, die ab 2002 die bisherigen Flächenflugzeuge ablösen sollen.

24. Juni: Der Stiftungsrat beschliesst den Kauf von fünf Helikoptern des Typs EC 145. Sie sollen vier Agusta A 109 K2 auf den Mittellandbasen Zürich, Bern, Basel und Lausanne ersetzen.

2002

1. Januar: Die Rega übernimmt vom Bundesamt für Zivilluftfahrt die Leitstelle des Such- und Rettungsdienstes (SAR, Search and Rescue).

13. Februar: Die Post veröffentlicht zu Ehren des 50. Geburtstages der Rega die erste Hologramm-Briefmarke der Schweiz nach einem Entwurf des Grafikers Raphaël Schenker.

31. März: Stiftungsratspräsident Hannes Goetz tritt zurück. Am 1. April tritt Stiftungsrat Albert Keller seine Nachfolge als neuer Präsident an.

27. April: Die Rega feiert im Rega-Center Zürich-Flughafen in Anwesenheit von Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss ihr 50-Jahr-Jubiläum. Im Laufe des ganzen Jahres finden auf allen Rega-Einsatzbasen Tage der offenen Tür mit insgesamt rund 72'000 Besucherinnen und Besuchern statt.

Vom 17. bis 20. September führt die Rega im Rahmen ihres Jubiläums den internationalen Kongress «Airmed 2002» in Interlaken durch.

18. Oktober: Auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg wird die neue Einsatzbasis Basel ihrer Bestimmung übergeben.

15. November: Zwei der drei neuen Ambulanzjets Challenger CL 604 treffen in Zürich-Kloten ein.

2003

12. März: Der erste der fünf neuen Rettungshelikopter EC 145 wird auf der Einsatzbasis Basel stationiert.

10. Mai: Die Einsatzbasis Zürich zieht, nach 31-jährigem Provisorium auf dem Dach des Zürcher Kinderspitals, in ihr neues Zuhause auf dem Flugplatz Dübendorf.

2004

26. Dezember: Der Tsunami in Südostasien stellt die Rega vor eine der grössten Herausforderungen seit ihrem Bestehen. Teams der Rega fliegen nach Thailand und Sri Lanka, um vor Ort Kontakte zu Spitälern herzustellen und Patienten auf ihren Heimtransport vorzubereiten. Alle drei Rega-Ambulanzjets werden eingesetzt. Auch an Bord von Charter-, Militär- und Linienflugzeugen kann die Rega-Einsatzleitung Rückführungen organisieren. Innert einer Woche werden über 60 Patienten in die Schweiz zurückgeflogen, für deren Betreuung stehen 16 medizinische Besatzungen im Einsatz.

2005

8. Mai: Der Tsunami-Grosseinsatz bringt wertvolle Erfahrungen; ein in der Folge entwickeltes Notfallkonzept kommt bereits kurze Zeit später im Ernstfall zum Tragen: Nach einem Busunglück in der Türkei wird eine Boeing 757-200 der Belair über Nacht in ein «fliegendes Spital» umgerüstet. Betreut von fünf Ärzten und vier Pflegefachpersonen können - nur gerade zwei Tage nach dem Unfall - 35 Patienten in die Schweiz geflogen werden.

22. August: Nach den Unwetterkatastrophen in der Schweiz gehören Rega-Crews in den betroffenen Regionen zu den Rettern der ersten Stunde. Bis Evakuierungsaktionen von Militär und kommerziellen Unternehmen anlaufen können, gelingt es der Rega in Zusammenarbeit mit örtlichen Rettungsorganisationen, über 200 Personen aus den Wasserfluten zu evakuieren und aus abgeschnittenen Regionen zu transportieren.

In der zweiten Jahreshälfte 2005 wird die Stiftung Alpine Rettung Schweiz (ARS) von den beiden Partnern Schweizer Alpen Club SAC und Rega ins Leben gerufen. Die ARS ist fortan für die terrestrische Rettung von in Not geratenen Personen in den Schweizer Alpen zuständig und arbeitet hierfür eng mit der Rega zusammen.

2006

12. Mai: Die Einsatzbasis St. Gallen feiert ihr 25-Jahre-Jubiläum.

19. Oktober: Die intensive, aber erfolgreiche Evaluationsphase für die neuen Rega-Gebirgshelikopter findet mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages für elf Helikopter des Typs AgustaWestland Da Vinci ihren Abschluss. Sie werden ab 2009 auf den Rega-Gebirgsbasen zum Einsatz kommen.

19. November: Der 250'000. Einsatz der Rega: Die Crew der Rega-Basis Erstfeld fliegt ein zu früh geborenes Kind von Engelberg (OW) nach Luzern ins Kinderspital.

2007

Die Zahl der Gönnerinnen und Gönner hat einen neuen Höchststand erreicht: Mit zwei Millionen Gönnerschaften kann die Rega einen weiteren Markstein in ihrer 55-jährigen Geschichte verzeichnen.

Die Rega geniesst in der Schweizer Bevölkerung ein hohes Ansehen: Eine Studie des Marktforschungsinstitutes IHA-GfK ergibt im Sommer 2007, dass die Rega die beliebteste Marke der Schweiz ist. So führt die Rega eine Rangliste über das Image von 100 Schweizer Unternehmen an.

2008

Aus Platz- und Sicherheitsgründen zieht die Berner Oberländer Rega-Crew im Mai von Gsteigwiler in ihre neue Einsatzbasis auf dem Areal der Firma RUAG in Wilderswil.

3. September: Die Rega wird mit dem «Swiss Logistics Public Award 2008» ausgezeichnet. Damit würdigt die GS1 (ehemals Schweizerische Gesellschaft für Logistik) besondere Leistungen der Rega in Logistik und Organisation.

2. Dezember: Ein besonderer Einsatz für die Crew der Rega-Basis Bern: An der Aare verunfallt ein Forstarbeiter und zieht sich dabei Rückenverletzungen zu. Zusammen mit dem zunächst an der Rettungswinde zum Patienten hinunter gelassenen Rega-Arzt wird er direkt am Windenseil hängend ins Inselspital Bern geflogen. Bei der kurzen Flugzeit von knapp drei Minuten wäre die normalerweise übliche Zwischenlandung zur Aufnahme des Patienten nicht sinnvoll gewesen.

2009

4. Februar: Erstmals transportiert die Rega eine schwerkranke Patientin an der sogenannten «Life-Box», einer Herz-Lungen-Maschine, in einem Rettungshelikopter.

11. Juni: Nachdem der neue Rettungshelikopter AgustaWestland Da Vinci im März 2009 im Werk in Vergiate (I) der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, trifft der HB-ZRZ, der erste von insgesamt elf neuen Helikoptern, im Rega-Center ein. Die Übergabe des neuen Helikopters an die entsprechenden Einsatzbasen findet jeweils in feierlichem Rahmen mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung statt.

27. Oktober: Erstmals wird die «Life-Box» an Bord eines Ambulanzflugzeuges verwendet: In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober transportiert die Rega, unterstützt von einem Herzchirurgenteam des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee Kreuzlingen, eine schwer erkrankte Patientin von Kroatien nach Köln.

29. Oktober: Der erste Patientenflug und zugleich die erste Windenaktion mit einem Da Vinci-Rettungshelikopter: Die Crew der Einsatzbasis St. Gallen fliegt einen verletzten Patienten im Horizontalnetz aus dem steilen Gelände zwischen der Schwägalp und dem Säntis.

6. November: Nach tagelangen Umzugs- und Umbauarbeiten ist es endlich soweit: Die Besatzung der Basis Lausanne startet mit dem EC 145 HB-ZRB zum ersten Einsatz aus dem neuen Gebäude. Das 30-jährige Provisorium hat somit ein Ende.

6. Dezember: Aus der bisherigen Rega-Partnerbasis Zweisimmen wird eine Rega-Einsatzbasis. Bereits am Vortag nahm die Agusta A 109 K2 HB-XWB ihren Dienst als «Rega 14» auf.